Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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und befahl dem alten Veit, ſein Pferd zu beſorgen und ihm einen Becher Wein zu bringen.

Veit verneigte ſich und ſagte, der Reitknecht habe bereits das Pferd in den Stall gezogen und der Wein ſtehe zu Befehl.

Waͤhrend dieſer Worte ſchritt die breite muskuloͤſe Geſtalt des Fremden mit dreiſten Schritten durch den ganzen Hausraum bis zum Tragpfeiler dem Kamin gegenuͤber, und die Stuhle zuruͤck werfend, die ihn hin⸗ derten, ſetzte er ſich auf die Bank, die um den Pfeiler herlief, nahm ſeinen runden Jagdhut vom Kopfe, warf ihn auf den Tiſch und ſtemmte dann beide Arme auf denſelben, in die ſtarken Haͤnde von beiden Seiten den Kopf ſtutzend. 5

Es lag eine Sicherheit, eine Bequemlichkeit in ſei⸗ nem ganzen Weſen, die den alten erfahrenen Dienern, trotz manches Widerſpruches in ſeiner Erſcheinung, doch zu dem Glauben verhalf, ſie haͤtten es mit einem vor⸗ nehmen Manne zu thun. Sein kurzer Jagdrock von Brabanter Tuch war zwar ohne Stickerei, aber von der feinſten Qualitaͤt; eben ſo war der Hut ohne Treſſen und Federn, aber der Hirſchfaͤnger, den er ſo eben hef⸗ tig mit ſammt dem Gurte abnahm und zum Hute zuf den Tiſch warf, war von koſtbarer Arbeit in Gold, Sil⸗ ber und Elfenbein, und ein Saum von farbigen Edel⸗