Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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gut thut, wenn ein junges friſches Leben hinzu koͤmmt, wo ſo alte Leute ſteif und grau mit einander werden. Siehſt Du! Du alte boͤſe Frau Du! rief Magda, und ſchnell ſchlang ſie beide Arme um ihren Hals und druͤckte ſie ungeſtuͤm an ſich.Alte Verlaͤumderin! fuhr ſie fortſag! machſt Du mir heute auch meine Sahnentoͤrtchen? Ja! ja! mein Engel! ſie backen ſchon! rief Gundula, leuchtend vor Freude.Nun ſag' mir nur, Schaͤtzchen Du biſt dech nicht im Ernſt boͤſe? Magda ſah ihr ſo neckend in die Augen, als ergoͤtze ſie ſich an der Ungewißheit der Alten. Eben wollte ſie ihr antworten, da ging die Thuͤr auf, und vor Veit, der die Fluͤgel weit aufriß, trat der Gaſt ein, deſſen Ankunft Magda verkuͤndigt. Aber nicht der erwartete Pater Hieronymus, der Arzt des Hauſes und der Ge⸗ gend war es, ſondern ein Anderer; ein Fremder, wie

es Allen ſchien.

Wer aber, ohne viele Nachfrage, wie es ſchien, geſonnen war, hier Herberge zu nehmen, blieb eine ziemlich ſchwierige Aufgabe zu entraͤthſeln, da es nicht in ſeinem Plan zu liegen ſchien, ſich ſelbſt bekannt zu machen. Unwirſch fragte er nach Herrn Thomas Thyrnau, und als man ihm ſagte, er werde zu Mittag erwartet, brummte er etwas Uebellauniges in den Bart