Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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es ihre Mutter eben ſo machte? Dann wenn ſie was haben will, die Augen wie ſie blitzen von Unge⸗ duld! Sie bittet wol, aber ſchon wird ſie unruhig und denkt boͤſe zu werden, wenn man nicht gleich nachgiebt.

Im ſelben Augenblick flog eine dunkelrothe Nelke wol gezielt der alten Frau Gundula in das hoch ge⸗ ſteifte weiß leinene Buſentuch.Marie und Joſeph! ſchrie die erſchreckte Frau hell auf und ein kurzes leiſes Gekicher uͤber ihrem Haupte lenkte ihre Blicke nach der Gallerie empor. Magda's reizender Kopf ſah uͤber das Gelaͤnder lachend heruͤber.

Siehſt Du! alte Verlaͤumderin! rief ſieda haſt Du Deine Strafe! Ihr beiden alten Boͤſewichter! da ſteht Ihr und redet von Eurer armen Herrſchaft, daß ihr auch kein gutes Haar bleibt. Wartet, das ſoll Euch heim kommen! Erſt Euren alten Herrn durchgehechelt und nun wart Ihr bei mir angekommen. He? ſollte ich demuͤthig zuhoͤren, wie viel Suͤnden Ihr mir außmein altes Regiſter zuſchriebet? Schaͤmt Euch, Ihr alten Gevattern! Fort! fort an Euren Platz! Du, ſieh nach meinem Gebacknen und Du alter Veit vor die Thuͤr hinaus mit Dir es kommen Reiter uͤber die Dorfſtraße, gleich werden ſie herein ſein!

Wir gehen ſchon, mein Liebchen, rief Gundula entgegen, waͤhrend Veit dienernd und viel freundliche