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es leichter, wenn er uns alte treue Diener Alles in die gewohnte Ordnung bringen ſah.
„Das ſoll wol ſein!“ erwiderte Veit—„er hat aber nicht, ſo wie wir, nur die eine Stelle. Was uns hier fehlt, das fehlt unſerm ganzen Leben. Er aber— fehlt's hier— ſo blieb es ihm vielleicht wo anders. Wo iſt ſeine Heimat— wiſſen wir's? Iſt ſie hier— iſt ſie in Prag— iſt ſie auf dem Schloſſe— iſt ſie gar druͤ⸗ ben bei den franzoͤſiſchen Herrn? Wir wiſſen's nicht!“
„Wir wiſſen es nicht,“ wiederholte Gundula— „doch denke ich immer, das iſt des Menſchen Heimat, wo er Weib und Kind anſiedelte und wohin traͤgt, was er lieb hat.“
„Freilich, man ſollte es denken,“ ſagte Veit— „und was Liebes hat er freilich wieder nach Hauſe ge⸗ bracht. Wie ſie ihrer Mutter gleicht— nicht?“
„Wol! wol!“ ſagte Gundula—„ich ſehe Gottes Wunder. Wer hat ſie's gelehrt— wo hat ſie's abge⸗ ſehn? Wenn ſie Gundula ruft, ſo glaube ich, ihre Tante zu hoͤren— derſelbe Ton der ſuͤßen Stimme— wenn ſie niederduckt, daß ich ſuchen ſoll, von welcher Seite ſie ruft— gerade wie ihre Mutter. Die kleinen Fuͤße, wenn ſie die Treppe herunter ſpringt und bei den letzten Stufen ſich an das Gelaͤnder haͤngt und wie ein abge⸗ ſchoſſener Pfeil hinunter fliegt, wer hat ihr geſagt, daß


