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andern, ruͤhrte hier in einem Topfe oder Keſſel, legte dort das Holz zurecht, blickte in die Schuͤſſel, in der die eine Magd einen Teig ruͤhrte, und warnte die andere, den Fiſch ſorgſam zu ſchuppen. Zuweilen verließ ſie, dazwiſchen das Gitter des Kuͤchenreviers und richtete ihre Blicke auf die kleine Tafel, die unter dem oben er⸗ waͤhnten Fenſter zu drei Gedecken von einem Diener zugeruͤſtet ward. Hierbei erhob ſie hin und wieder ihre ſonore Stimme zu einigen Worten, oder oͤffnete mit dem an ihrer Seite haͤngenden Schluͤſſelbunde eins der Schraͤnkchen, die in dem Getaͤfel verborgen waren, um einen ſchoͤnen Pokal oder ein fein geformtes Silber⸗ gefaͤß zu irgend einem Gebrauch der Tafel dem alten
Diener zu uͤbergeben, der mit beſonderer Aufmerkſam⸗
keit ſein Geſchaͤft zu treiben ſchien.
Jetzt ſetzte er noch, mit der groͤßten Sorgfalt be⸗ muͤht, die Mitte der oberen Tafel zu treffen, das kunſt⸗ reich in Silber getriebene Salzfaß auf, und nachdem ſein Blick wohlgefaͤllig uͤber jeden Gegenſtand hinweg glitt, rieb er ſich die Haͤnde und nickte vergnuͤgt mit dem Kopfe.
„Ich denk', es iſt nun ohne Tadel,“ ſagte er— „und wenn wir auch nur im Walde hauſen und von den vornehmen Wienerſchen Leuten nichts abſehen koͤn⸗ nen— wir wiſſen doch zu leben, und der Hochmuth
Thomas Thyrnau Il. 3te Aufl. 2


