Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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den wir ſo eben beſchrieben, eine wachſende Thaͤtigkeit, das Herannahen der Tafelſtunde verkuͤndigte. Ein lieb⸗ licher Duft verbreitete ſich in ſeiner Naͤhe, und neben ſiedenden Toͤpfen und Keſſeln drehte ſich der Bratſpieß mit dem zarten Ruͤcken des jungen Reh's, waͤhrend in kupfernen Gefaͤßen die fetten Wachteln zwiſchen jungen Kraͤutern in ihrem eignen Fette daͤmpften und eben die Kellen ſich arbeitend ruͤhrten, die feineren Backwerke zu bereiten, ohne die eine ſuͤddeutſche Tafel zu keiner Zeit herzuſtellen war.

In dieſem lebhaften Treiben fuhrte eine bejahrte Frau die Oberaufſicht, die durch ihr ſtilles leiſes Weſen um ſich her eine Herrſchaft uͤbte, die weit von dem ge⸗ woͤhnlichen Verkehr in einer thaͤtig beſorgten Kuͤche ab⸗ wich. Dabei ſchien es weder Furcht noch Truͤbſinn, was hier waltete; denn der Knabe, der den Bratenwen⸗ der beſorgte, ergoͤtzte ſich dabei, indem er bald pfiff, bald mit großer Taͤuſchung die Stimmen von Voͤgeln oder von verſchiedenen Hausthieren nachmachte, und zwei Maͤgde unterhielten ſich bei ihrer Arbeit, zwar mit lei⸗ ſer Stimme, doch oft durch lautes Slichte unter⸗ brochen.

Dies Alles ging an der wuͤrdigen Dame, welche von Allen Frau Gundula genannt wurde, unbeachtet voruͤber. Sie bewegte ſich ruhig von einem Ort zum