Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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beabſichtigend, bildete ſie durch ihr feſtes Material doch ein kleineres Zimmer, was wieder nach Vorn offen in den großen Hausraum ausmuͤndete. Ein langer ſchma⸗ ler Tiſch von koſtlicher Arbeit, mit den ſeltenſten Höl⸗ zern eingelegt, ſtand in der Mitte; blanke Beſchlaͤge lie⸗ ßen ſich an den ſchoͤnen Fußgeſtellen und den darunter weglaufenden Faͤchern ſehen um dieſen Tiſch ſtanden zwoͤlf eben ſo kunſtreich gearbeitete Lehnſtuhle mit roth ſammtnen Kiſſen belegt, und den Fußboden bedeckte ein turkiſcher Teppich von großer Schoͤnheit. An dem Fen⸗ ſter befand ſich in vergoldeten Ringen ein ſchwerer Da⸗ maſtvorhang von dunkelrother Farbe, und in ſeinem Schatten ſtanden in der tiefen und breiten Fenſterniſche leichtere Lehnſtuhle und ein kleiner Schrein, in welchem Frauenarbeiten, Andachtsbuͤcher oder die Hiſtorien auf⸗ bewahrt wurden, welche die langen Winterabende ver⸗ kuͤrzen halfen.

Hier verſammelte man ſich zum Fruͤhſtuͤck und Mit⸗ tagstiſch, empfing ſeine Gaͤſte und betrieb die leichteren Arbeiten, bei denen man nicht ganz der Geſelligkeit ent⸗ behren wollte.

Die Thurmzimmer dagegen waren nach dem Be⸗ durfniß der Familienglieder vertheilt, und wir werden ſie ſpaͤter kennen lernen.

Es war gegen die Mittagszeit, als an dem Heerde,