Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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Alle lachten. Jeder fuͤhlte, der Knabe hatte blos nicht das Wort fuͤr ſeine Huldigungen. Die Prinzeſſin ließ es ſich gefallen; ſie hatte ein Gefuhl fuͤr den Kna⸗ ben, das ſie ſelbſt uͤberraſchte.Dagegen, ſagte aͤngſtigt mich Hedwiga's Schoͤnheit! Ich glaube, ich bin eiferſuͤchtig auf ſo viel Ausſicht zu Eroberungen ich moͤchte Ihr was anhaben es iſt mir, als wuͤrde ſie ſich an mir vergehen ja, als haͤtte ſie ſich ſchon an mir vergangen!Komm rief ſie der neben Georg Prey Stehenden zukomm, ſieh, ich habe Roſen fur Dich gepfluckt, ich will Dich noch ſchoͤner machen; Du ſollſt mich uͤberwaͤltigen, damit ich den Entſchluß faſſe, Dich zu lieben!

Mit ihrem eigenthuͤmlichen Geſchick ordnete ſie die Roſen um das rothe Kaͤppchen des holden Kindes und ſteckte ihr dann eine in das graue Mieder, band ihre Florſchuͤrze ab und hing ſie dem Kinde uͤber den Kopf, daß dieſer wie aus einer Wolke ſchaute. Es war ein reizender Anblick und das Kind laͤchelte freudig zu ihrer ſchoͤnen Kammerfrau empor. Wer haͤtte nicht denken muͤſſen, der Entſchluß, ſie zu lieben, könne nicht ſchwer werden! Doch die Prinzeſſin blickte ernſt, ja faſt ſtreng auf ſie nieder; dann druckte ſie plotzlich ihre Hande vor die Augen und rief:Geh! geh! noch haſt Du's nicht fertig Du biſt mir ein Hinderniß, eine Laſt! 25*