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als ich, wie ganz anders ſie iſt, als ihre loſen Worte! Warum hat man Deinem ſchoͤnen Munde nicht die heil'ge Scheu vor unheiligen Worten eingefloßt, die nur aus Deinem frevelnden Kopfe, nicht aus Deinem lau⸗ teren Herzen kommen?“
Die Prinzeſſin lachte hell auf und ihr ſchlauer Blick ſah, daß Lacy's Auge mit Intereſſe und Vergnuͤgen an ihr hing.„Wenn ich Dich taͤuſchte, bin ich ganz zu⸗
frieden,“ rief ſie—„denn freilich iſt dieſe Deine Mei⸗
nung die einzige Entrée, die mir den Palaſt Morani offnet. Doch nimm Dich in Acht! ich warne Dich— und verlaß Dich drauf— ich tauge nichts!“
Dann zog ſie Egon zu ſich und blickte ihn lange und tiefſinnig an.„Liebliches Geheimniß!“ fuhr ſie weicher wie gewoͤhnlich fort—„wer biſt Du? Wer gab Dir dieſe feſte Stirn, die ſo trotzig die Locken von ihrer niedern Woͤlbung in die Hoͤhe treibt? Und dieſe tiefen blauen Augen— wo haben ſie mich ſchon einmal angeblickt?“
„Ich habe Dich noch nicht geſehn!“ entgegnete Egon, der an dem fremden Orte all ſeinen Trotz in kindliche Bangigkeit umgeſetzt hatte—„aber ich moͤchte gern wiſſen, ob alle Prinzeſſinnen ſo— ſo ausſehn wie Du?“
„O Lach!“ ſagte Claudia—„wuͤßten Sie ſo gut


