gel vor, um die Mißgeburten zu erblicken, in die ſie durch meine weiſe Erziehung verwandelt werden koͤnn⸗ ten. Ich glaube, Du willſt zu Gunſten Deiner Lieb⸗ linge mich erſt erziehn. Mein Vater machte es aͤhn⸗ lich mit meinem fruͤh verſtorbenen Bruder; ward er heftig und ungeduldig, rieth er ihm, augenblicklich in die hoͤchſte Wuth zu gerathen, zu ſchlagen, zu ſchimpfen, ſich zur Erde zu werfen. Das alterirte den Knaben. Erſtaunt horte er zu. Er ſah plotzich, wohin er haͤtte kommen koͤnnen, und weil er das natuͤrlich nicht gewollt hatte, bekam er gegen den Fehler, der ihm ſo grell vor⸗ gemalt ward, Abſcheu! Ich ſah ihn nach ſolchem Kor⸗ rektionsmittel ſich meinem Vater in die Arme ſtuͤrzen und ihn weinend liebkoſen und ſeinen Fehler ſchwoͤren.“
„Ich habe gegen eine zaͤrtliche Umarmung Deiner⸗ ſei gar nichts, meine liebe Claudia,“ erwiderte die Prinzeſſin—„ſehe aber nicht ein, was Du anderes mit Deinem Spielzeug anfangen willſt. Dieſe Erſchei⸗ nung iſt mir auch ſo wenig neu, daß ich Dich verſichern kann, es werden joͤhrlich einige hundert Kinder in Frankreich zu dieſen Zwecken verbraucht.“
„Verbraucht!“ rief Claudia ſchaudernd—„Du bviſt eine fuͤrchterliche Moraliſtin mit Deiner Irdnie.“
„Verbraucht ſage ich deshalb, weil ich nicht eigent⸗


