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den Weg. Mein lieber Vetter Ludwig in Frankreich iſt blos ſo liederlich geworden aus Angſt, ſein eleganter Adel wuͤrde ihn nicht fuͤr reines Blut halten, wenn er es ihnen nicht gleich thaͤte, oder gar ſie uͤbertraͤfe! Und Eure Kaiſerin? Holt' ich hab' ſie weg— und habe in der Stille meine Schadenfreude dran, daß ſie mit all ihrer kecken hohen Weiſe doch oft in ihrem Atalanten⸗ Laufe errothend inne halt, und lauernd rechts und links ſchaut, ob ihr ſteif zuſehender Adel auch nicht ſaure Ge⸗ ſichter macht. Sie kann ſeinen Beifall doch nicht ent⸗ behren, obwol ſie ihn innerlich verachtet; denn er iſt nun einmal das Publikum, was ihr ebenbuͤrtig naͤher ſteht, und wenn ſie kleine Ruͤckſchritte thut oder zulaͤßt, da iſt es immer die alte Knappmannſchaft, die ſie damit ſcho⸗ nen will, oder eine alte Tonſur oder Kapuze, die immer mit jenen einen Strang ziehen.“
„Nun ſeid Ihr doch wieder mit gutem Winde bei uns angelangt,“ ſagte Georg Prey laͤchelnd, denn er war gewohnt, ſtets von ihr auf ſeinem Felde beunruhigt zu werden, und doch konnte er ihr eben ſo wenig wie Andern deshalb eigentlich gram ſein.
„Wer konnte Euch auch vergeſſen,“ entgegnete ihm ſogleich die Prinzeſſin—„wenn von den Gebrechen des Adels die Rede iſt? Das iſt ein fein verzweigtes Ding, mein George Prey! und Ihr in Eurem geiſtlichen


