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kannten, daß es eben ſo viel Kraft, Thätigkeit und Maͤ⸗ ßigung in den dargebotenen Genuͤſſen bedarf, das Errun⸗ gene zu erhalten, als ſeine Entſtehung zu begruͤnden; daß Vorzuge der Geburt immer auf's Neue von jedem einzelnen Individuum durch Verdienſte beſtätigt werden muͤſſen, wenn ſie nicht eine Uſurpation des Vorrechts werden ſollen, welches dann ihr ſtaͤrkſter Anklaͤger wer⸗ den wird, und den Spott wie die Verachtung ruͤck⸗ ſichtslos auf ſich lenken muß. Aber wenn wir ein⸗ zelne Familien ſo betrachten und uns damit ihre endli⸗ chen uns befremdenden Schickſale erklaͤren, ſo gilt daſ⸗ ſelbe von den Schickſalen ganzer Staͤnde, ganzer Natio⸗ nen! Sie behaupten ſich, von innerer Verderbniß un⸗ tergraben, in ihren Rechten nur ſcheinbar nach Außen, bis die heilſamen Welterſchuͤtterungen, die wie raͤchende Engel ihren Umzug halten und endlich an jedem morſch gewordenen Gebaͤude ruͤtteln, es zuſammenſtuͤrzen und wenigſtens die große Wahrheit dem verſinkenden Mo⸗ der entſteigen laſſen, daß es keinen ewigen Beſitz giebt. Nur der immer wiederkehrende Fruͤhling des menſchlichen Geiſtes, der auch auf dem Aſchenhaufen, den die zerſtoͤrende Lava uber die verlorene Pracht ſtreut, ſich auf's Neue anſiedelt, uͤbt die Kraft aus, den Beſitz⸗ ſtand des Menſchen im Allgemeinen auf Erde zu
verewigen.“


