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„Euer Majeſtaͤt wiſſen,“ erwiderte der Graf, ſich verneigend—„daß ich darin voͤllig unerfahren bin. Doch hoͤre ich durch den Pater Franz und Georg Prey, daß ſie ſehr mit ihrer Geiſtesbildung beſchaͤftigt iſt, und ich dachte, dies koͤnnten ihre Reize ſein!“
„Eine Gelehrte alſo!“ rief die Kaiſerin ſpoͤttiſch. „O! Graf Kaunitz, was man auch von Eurem zaͤrt⸗ lichen Herzen zur Zeit geſprochen hat, es muß lange her ſein, daß Ihr meinem Geſchlecht Eure Aufmerk⸗ ſamkeit geſchenkt, denn ſonſt wuͤrdet Ihr wiſſen, daß ſelbſt van Swieten kein beſſeres Rezept gegen die Liebe ſchreiben konnte, als die Gelehrſamkeit einer Frau! Doch genug, Herr Staatskanzler,“ ſprach ſie plötzlich, ganz Kaiſerin werdend—„wir wollen dieſe Mirakel nicht zum Nachtheil unſerer heutigen Geſchaͤfte weiter verfolgen— wir erwarten Euren Vortrag!“
Der Graf ordnete die mitgebrachten Papiere, und der Vortrag nahm ſeinen Anfang.


