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Der Gegenſtand der eben mitgetheilten Unterredung, der junge Graf von Lacy— Wratislaw— wie die Fa⸗ milie ſich jetzt zu Ehren der böhwiſchen Beſitzungen der Aeltermutter nannte— war am ſelben Tage in ſeinem Arbeitszimmer und las mit gefurchter Stirn in einem langen, eng geſchriebenen Briefe, deſſen Inhalt keines⸗ wegs leichter oder erfreulicher Art ſein konnte, denn es waren in dem ſchoͤnen jugendlichen Angeſichte alle Zei⸗ chen unangenehmer Aufregung ausgedruckt. Jetzt ſchien er damit zu Ende gekommen, er ſtand unmuthig auf, oͤffnete ein Fenſter und ſah nachdenkend in den kleinen Gärten des Hauſes; er wandelte dann wieder durch das Zimmer, ſetzte ſich nieder, ſah einzelne Stellen im Briefe nach— es ſchien aber daſſelbe zu bleiben.
Doch beſaß er nur ſehr ſelten die Eigenheit, in Selbſtgeſpraͤchen ſich zu erleichtern, und ſo blieb dem Uneingeweihten ſein Zuſtand ein Geheimniß, bis ſich die Thuͤr des Kabinets raſch oͤffnete und der junge Baron von Poͤlten leicht und frohlich herein ſchlupfte.
„Fuͤr mich gilt doch die Parole nicht, die Du an Deinen Kammerdiener gegeben!“ rief er heiter—„fuͤr mich biſt Du doch zu Hauſe?“ „Wenn Du nicht ſelbſt vor meinem finſtern Ge⸗
ſicht entfliehſt!“ erwiderte Laey, ſichtlich durch des Ba⸗


