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von innern Hemmungen an einem ſchnelleren Auf⸗ ſchwung, ungeachtet der vorhandenen Huͤlfsmittel, gehindert ſchien.
Sie hatte die ſorgfaͤltige Durchſicht der Schrift be⸗ endigt und indem ſie ſich erhob, zeigten ihre Zuͤge den ruhig klaren Ausdruck, der von einer innern Befriedi⸗ gung entſtehend, jedes Angeſicht verſchoͤnt. Ihr helles Auge richtete ſich auf die Eingangsthuͤr wie fragend, wa⸗ rum ſie ſich nicht oͤffne, und man haͤtte dieſem Blicke wohl die Zauberkraft zutrauen moͤgen, die der Zufall herbei⸗ fuhrte, denn die Thur öffnete ſich wirklich, und der Graf von Kaunitz, dieſer große und wuͤrdige Theilnehmer ihrer erhabenen Herrſcherplaͤne, trat, wie es ihm geſtattet war, unangemeldet in dies Heiligthum ſeiner Gebieterin.
„Ihr kommt zur rechten Zeit,“ rief die Kaiſerin ſogleich,„ich habe ſo eben die Durchſicht der Denk⸗ ſchrift beendigt, die Ihr mir brachtet. In der That, ſie iſt gut— es iſt Schaͤrfe der Auffaſſung drinnen— nicht unnuͤtzer Wortkram— die Dinge treten heraus— es iſt nicht der Verfaſſer, oder dieſer und jener, der das bemerkt und darthut— es iſt die Sache ſelbſt, die redet und ſich erklaͤrt.“
Waͤhrend dieſer Anrede war der Graf, der niemals eine Sache die andere uͤbereilen ließ, mit den drei vor⸗ geſchriebenen Verbeugungen fertig, und ſtand jetzt mit


