digſten Pietät fuͤt das Andenken, was daran haftete, herzuſtellen. Emmy's Zimmer wurden von Elmerice ſelbſt behuͤtet, wobei ihr Aſta zur Hand ging, die, in der naͤchſten Stadt zur erſten Dienerin vollſtaͤndig und ſorgfaͤltig ihre junge Gebieterin nicht mehr verließ.
So blieb Ste. Roche noch lange ein wohl be⸗ huͤtetes Denkmal vieler Jahrhunderte; denn neben den wieder hergeſtellten, einfachen Gemächern der Claudia von Bretagne, ihrer Betkapelle und Begraͤbnißgruft, ſtiegen die Prachtſaͤle und Gemaͤcher der Katharina von Medicis, wie der fruͤheren Grafen Crecy-Chabanne, mit ihrem alten Glanze empor. Nur der verhaͤngniß⸗ volle Banketſaal veraͤnderte ſeine Geſtalt! Schwarze ſammetne Vorhaͤnge umzogen ſeine Wände; herrliche farbige Scheiben zierten die rieſigen Fenſter mit ſym⸗ boliſchen Bildern und den Wappenſchildern der Crecy's; und uͤber der ſchauerlichen Tafel, die einſt Ludwig's Leiche trug, erhob ſich in glänzend weißem Marmor ein von Engeln geſtutztes Ruhebett, worauf Ludwig's und Reginald's Statuen, nach guten Gemälden ge⸗ bildet, Hand in Hand ruhten. Wo aber ſonſt der Thron der Katharina von Medicis ſtand, hing hinter einem großen Vorhange— Fennimor's Engelsbild! Eben ſo war der ſchauerliche Platz am Kamine verſchwun⸗


