„O, ſprächen Sie wahr!“ rief Leonce und druͤckte ihren zarten Arm ſo heftig, daß ſie um Hilfe ſchreien wollte.—
Als Elmerice nach der Tafel in dem ſtillen Zim⸗ mer Emmy's an ihrem Bette, dicht vor ihren Augen ſaß, und Emmy alle ihre Sehkraft ſammelte, um noch zuweilen das liebliche Bild ihrer Fennimor aufzufaſſen, öffnete ſich die Thuͤr und Lord Duncan trat an El⸗ merice's Seite.
„Das iſt unſer Landsmann,“ ſagte Emmy, als ſie ihn ſah—„ich kann ihn unter all' den Anderen heraus kennen, die wenig wiſſen, was einen Mann kleidet.“
„Es iſt Lord Duncan, Emmy“— ſagte Elmerice —„er war der Freund meines Vaters— jetzt iſt er der meinige.“
„Ich kam her, Dich daran zu erinnern,“ erwie⸗ derte der Lord—„und Emmy's Gegenwart wuͤnſche ich dabei. Sieh',“ ſagte er—„ſeit heute Morgen trägſt Du den alten, beruͤhmten Namen dieſes Hauſes, und ich ruhte nicht eher, bis Du ihn annahmſt. Wie findeſt Du mich, daß ich jetzt ſchon an Nichts angele⸗ gentlicher denke, als ihn Dir ehmen, oder vielmehr Dir daneben noch einen anderen zu geben.“
Elmerice wurde gluͤhend roth; aber wir geſtehen


