machte. Nun, ſo oder ſo, es nahm ein gutes Ende — und ich bin im Vortheile; denn mein Neffe hat einen Engel zur Braut bekommen.— Und Sie, mein junger Herr,“ fuhr ſie zu Leonce fort,„Sie muͤſſen erfahren, daß ich eben meine gute Meinung von Ihnen reparire; denn ſeitdem ich als Koͤnigin Katharina meinen Hofſtaat eingerichtet hatte, machte ich Bemer⸗ kungen, die mich glauben ließen, es wuͤrde mit doppelten Farten geſpielt.“
Längſt wußte Leonce, daß ihn die alte, kluge Frau errathen habe. Tief erroͤthend kuͤßte er ihre Hand und entſchluͤpfte ihren ferneren Worten.
„Und Sie?“ rief er, ſich leiſe neben Lord Duncan ſchleichend—„repariren Sie jetzt auch Ihre Meinung von mir?“
„Aber warum biſt Du denn ungluͤcklich, wenn Du ein lieber ehrlicher Junge biſt?“ rief dieſer mit dem alten Tone väterlicher Vertraulichkeit.
„Weil ſie mich nicht mehr liebt!“ ſagte Leonce. Lord Duncan lachte laut auf.„Ach,“ ſagte er, das alte Lied von zwei eiferſuͤchtigen Verliebten! Sie ſoll wohl die Schmachtende ſpielen, wenn Du wie toll einer Anderen nachlaͤufſt.“—
„Nein— nein, Lord Duncan! Ich ſah ſie zu⸗ erſt in Ardoiſe wieder, wo ich ſie von einem armen


