—
Elmerice erhob ſich langſam; aber ihre Augen blieben am Boden. Sie wendete ſich zu der theilneh⸗ menden Gruppe hinter ihr und hob ſchuͤchtern, ohne zu ſprechen, die Hand auf, als wolle ſie eine andere damit erfaſſen. Leonce ſtuͤrzte vor— er ergriff die zarte, bebende Hand, und ließ ſie nicht wieder los, als er vor Emmy niederknieete. So geſchah faſt unvermeid⸗ lich, daß Elmerice noch ein Mal niedergezogen ward, und nun Beide den Segen der Alten vereinigt em⸗ pfingen.„Scheide Dich jetzt von mir, Tochter, und gehe die Wege des Lebens!“ ſagte Emmy ermuͤdet; und dann in Ohnmacht verfallend, ſank ſie hin⸗ tenuͤber. Leonce und Elmerice fingen ſie in ihren Ar⸗ men auf— der alte Arzt trat hinzu— einen Au⸗ genblick betrachtete er ſie, dann ſagte er:„ſie ſtirbt
noch nicht; aber Ruhe iſt ihr noͤthig.— muͤßt hier fort, liebe, junge Dame,“ wendete er ſich zu Elmerice. Leonce hielt noch immer ihre Hand, er half ihr ſich aufrichten.„Elmerice,“ ſaßte er— „nur einen Blick der Guͤte!“
Sie ließ ihm die Hand; 2 Augenlieder waren ſchwer wie Blei.— Als ſie endlich ſie bezwang, jagte der holdeſte Engelsblick an ihm voruͤber— und ſich ſchnell losreißend, eilte ſie in Lord Duncan's Arme und rief mit einem Strome von Thränen:„Mein


