der ſie unwillkurlich jede ſeiner Aeußerungen mit einer Art Verbindlichkeit aufnehmen ließ. Ohne daß man nachweiſen konnte, wie es geſchah, nahm er bald uͤberall einen ausgezeichneten Platz ein. Es war kein Zug von Anmaßung in ihm; aber ſeine Unbefangenheit ließ ihn den Platz einnehmen, der ihm eingeräumt ward.
Er hatte die unſchuldige Freude der Entwicklung und
ſchien ſeine jungen Kräfte auf jedem Platze mit Luſt
ruͤhrenden Wärme und Hingebung das Verhaͤltniß zu
der Gemahlin des Grafen Crech und zu dem jungen Grafen Ludwig. Er nahm mit der ſicheren Voraus⸗
ſetzung ihrer Liebe, ihr Vertraun, ihre Theilnahme
in Anſpruch, und gab dafur mit reichen Händen Alles,
was er ſelbſt beſaß. Beide junge Leute waren unzer⸗ trennlich; Ludwig betete ſeinen jungen Freund an, und Viktorine wußte, daß dies Gefuͤhl bei ihm ſtaͤrker
ſei, wie bei Reginald; denn ſie hatte längſt erkannt,
daß dieſer ſie am meiſten liebe. Ebenſo war Reginald
im Kloſter bei ſeinen Lehrern und Erziehern beſonders
ausgezeichnet; er war ihr Stolz, ihr Triumph. Die
jungen Leute aus der Fremde, beſonders aus England,
aus den vornehmen Familien, die mit den Stuarts ſich
verbannt hatten, und von denen einige den Vorzug er⸗
langten, ihre Sohne den beruͤhmten Moͤnchen von St. Ste. Roche. I. 2
und Friſche zu pruͤfen. So ergriff er auch mit einer—
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