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muſſen. Da die jungen Leute an keiner Geſellſchaft Theil nahmen, war es nur der Mittagskreis beim Gra⸗ fen Crecy, in welchem ſie zu gewiſſen Tagen erſcheinen durften, und wo ſie nur die nächſten Freunde und Ver⸗
wandte fanden, und welche Tage die Marſchallin zuletzt
nicht mehr verſaͤumte, um ſich mit Uebergehung Regi⸗ nald's an ihrem Enkel zu entzuͤcken.
So bitter nun Souvrés ſelbſt den Chevalier de St. Roche haßte, ſo war ihm doch ſeine Gegenwart ein unendliches Ergötzen, der ſtolzen Marſchallin gegenüber; und er hatte tauſend kleine Kunſtgriffe, um die feſte Stellung ſeiner geehrten Freundin zu erſchuͤttern oder das Maaß des Unwillens, woran ſie zehrte, zu ver⸗ mehren.
Auch war Reginald ſelbſt wie dazu geſchaffen, dieſen böſen Willen zu unterſtutzen; denn es gab kein freieres, ſorgloſeres Betragen als das ſeinige. Er
uͤberſah jede Unfreundlichkeit; denn er hielt ſie fuͤr un⸗
moͤglich. Kein Zug ſeines Geſichtes oder ſeines Charac⸗ ters erinnerte an ſeinen Vater; er war das vollſtän⸗ digſte Bild ſeiner Mutter. Sein Anſtand war ſo aus⸗ gezeichnet, daß er Jedem eine Art Erſtaunen einfloͤßte; ſeine bezaubernde Hoͤflichkeit, die von einem ſeelenvol⸗ len Ausdrucke der Guͤte unterſtuͤtzt ward, machte auf die älteſten und vornehmſten Perſonen einen Eindruck,


