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fort, das ſie vergeblich zu veraͤndern getrachtet hatte und nur von Zeit zu Zeit wieder zu ſtören verſuchte, um mit derſelben beleidigenden Ueberzeugung ſich zu⸗ ruͤck zu ziehen, daß ihr Einfluß hier an dem finſter grollenden Eigenſinne ihres Sohnes und der kalten Ruhe ihrer Schwiegertochter ſcheitern muͤſſe. Deſſen ungeachtet entzogen ſich Beide der Geſelligkeit in dem Hauſe der Marſchallin nicht, und ſcheinbar blieb das vollkommenſte Einverſtäͤndniß. Aber wenn die Mar⸗ ſchallin, von immerwaͤhrender Mißbilligung gereizt, be⸗ dachte, wem ſie das Scheitern aller ihrer ehrgeizigen Plaͤne danke, dann kam ſie ſcharfſichtig kombinirend end⸗ lich zu dem kleinen, unſcheinbaren Punkte, den ſie ſo tief verachtet, ſo leicht zu erdruͤcken dachte, wie den Wurm unter ihrem Fuße— Fennimor, dies unberechtigte, geringe Weſen, deſſen Anſpruͤche ihr kaum der Wi⸗ derlegung werth geſchienen, hatte doch mit ſeinem un⸗ bedeutenden Leben den Boden untergraben, auf dem ſie feſt zu ſtehen glaubte; und ſterbend noch ſchien ſie die Rache, alle Plaͤne umzuſtuͤrzen, die auf ihren Unter⸗ gang berechnet waren, vollfuͤhrt zu haben. Von Leo⸗ nin's Flucht bei der Nachricht ihres Sterbens, mußte die Marſchallin den Verfall des Glanzes ihres Hauſes herrechnen. Wenn ſie an den Morgen des Tauftages
dachte, mußte ſie ſich ſagen, daß ihr Herz, in ſtolzer


