einſah, eine deutlichere Erklarung wuͤrde die Gemahlin ihres Sohnes zu den aͤußerſten Schritten treiben,— ſie wuͤrde ſogar glauben, ſie thun zu muͤſſen— und die Marſchallin hatte kaum noch Zeit, indem ſie jede er⸗ fahrene perſoͤnliche Beleidigung der Erzurnten uͤberſah, beſchwichtigend einzuſchreiten, wodurch die junge Grafin nun auch von dieſer Seite völlig Ruhe bekam.— Mit zarter Hand hatte Fenelon dagegen ſeine edle Schuͤlerin in dieſer Prufung zu leiten und zu ſchuͤtzen geſucht; ſelbſt die Beichte hatte nie den Namen fuͤr das Geheimniß des belaſteten Herzens aufgedeckt; all⸗ gemein war das Vertrauen d Stief wohnenden Schmer⸗ zes, allgemein der Troſt des wuͤrdigen Freundes! Beide kannten ſich vſtinig; und es fehlte ihnen in dieſer ſchonenden Form nicht an ausreichendem Ver⸗ ſtändniß.—
Nur der Gegenſtand ſo vieler Vorſicht und Selbſt⸗ uberwindung blieb vollig unbefangen und ſorglos, dieſen Verhältniſſen gegenuͤber. Er ſah ſich als eine Waiſe an, deſſen Eltern der Graf Crecy gekannt, und da⸗ her ſein Vormund und Verwalter ſeines Vermoͤgens, wofuͤr er die Beſitzung Ste Roche hielt, deren Na⸗ men er trug, geworden war. Mit kindlicher Liebe hing er an dem Grafen Crecy, aber faſt noch mehr an der Gräfin; denn das duͤſtere, gedruͤckte Weſen ſeines Vor⸗


