Teil eines Werkes 
2. Theil (1843)
Entstehung
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und die Schlacht bei Montcaſtel, kurz vor dem Frie⸗ den, dieſen ſo bedeutend erleichternd, gaben dem Her⸗ zoge von Louxembourg ein beſonders friſches Andenken und ein eingeräumtes Recht an die Gunſt ſeines Koͤnigs.

Es war daher der Herzog von Louxembourg, der das Eis brach, auf dem Alle zu fallen furchteten, und den Koͤnig um die Erlaubniß bat, ihm ſeinen Adju⸗ danten, den Grafen Crecy⸗Chabanne, dem er das Le⸗ ben auf dem Schlachtfelde von Montcaſtel verdanke, vorſtellen zu duͤrfen.

Die Form war gut gewaͤhlt, und dieſe behetrſchte Ludwig immer despotiſcher; er ward dadurch an nichts der Vergangenheit Angehoͤriges erinnert, dieſe in ſeine Willkuͤr geſtellt, und fuͤr ſeine Erlaubniß, im Fall er ſie geben wollte, eine Bruͤcke gebaut, die bloß den

Marſchall zu ehren ſchien und ſo gar nicht uͤberſehen

werden konnte, ohne dieſen zu kränken. Er neigte da⸗ her einwilligend das Haupt und ging augenblicklich zu dem Ereigniſſe ſelbſt uͤber, indem er den Herzog von Louxembourg fragte, bei welcher Gelegenheit er in ſo dringender Gefahr geweſen ſei.

Der Marſchall hatte jetzt Veranlaſſung, Leonin's

Verdienſt hervorzuheben, welches er mit der hoͤfiſchen

Vorſicht that, welche es vermeidet, eine Meinung he⸗ Ste Roche. n. 28