Teil eines Werkes 
2. Theil (1843)
Entstehung
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mit eigenſinnigem, ruͤckſichtsloſem Willen entgegen trat. Sie dachte alle Moͤglichkeiten durch, ihn noch ein Mal % gedemuͤthigt, ihres Willens Unterthan zu ſich zuruͤck zu fuͤhren. Sie hatte, ehe ſie ihn ſah, ſo ſicher

darauf gerechnet; ſie hatte ihm ein Zuͤrnen zugedacht, was nur um den Preis einer gaͤnzlichen Uebergabe Verſoͤhnung hoffen laſſen ſollte, und jetzt kam er in einer Stimmung des Zuͤrnens zuruͤck, die weder Aus⸗ gleichung ſuchte, noch nöthig hatte; da er ſich ſogleich damit unabhaͤngig erklärte. Sie konnte nicht einmal irgend etwas erdenken, worin ſie ihm nachgeben konnte! Nur eine leiſe Hoffnung blieb ihr. Souvré war entweder ſelbſt betrogen, oder er hatte ſie auch be⸗ trogen. Sie hatte Fennimor's Tod wirklich vor der Vermahlung ihres Sohnes angenommen, und es war klar, daran zweifelte Leonin er bezuͤchtigte ſie des Frevels, ihn in das doppelte Verhaͤltniß getrieben zu haben! Dieſer Irrthum ſollte ſich nun aufloͤſen. Die Reue daruͤber blieb ihre einzige Hoffnung; aber

ſie ward dennoch kein Ruhekiſſen, worauf die Marſchallin den Schlaf gefunden haͤtte.

Von ihrem geheimen Leben wenden wir uns nach dem ſtillen Schlafgemache, aus dem Viktorine fur die erſten Stunden der Nacht gleichfalls ihre Frauen ent⸗ fernt hatte, um, mit ihrem Kinde allein, jedes Zwan⸗