Teil eines Werkes 
2. Theil (1843)
Entstehung
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die eben mit ſtolzer Ruhe ihre Frauen nach dem

Vorzimmer entließ, kaum wieder erkannt haben. Die zuruͤckgepreßten Leidenſchaften, die dieſe letzte, verhaͤng⸗ nißvolle Zeit ihres Lebens hoͤher, wie jemals geſtei⸗ gert hatte, brachen, wie ihres Zuͤgels beraubt, ploͤtzlich hervor. Bald durcheilte ſie mit großen, ungleichen Schritten das Gemach, während ihre krampfhaft ge⸗ preßten Haͤnde ihre ungeſtuͤmen Gedanken ausdruͤckten; bald ſank ſie in ihren Seſſel, und ein kurzes, zorniges Schluchzen rang ſich hervor. Doch, wir halten inne, denn wir werden genug erfahren haben, um unſere Ueberzeugung anzudeuten, daß Jeden die Ver⸗ geltung erreicht, daß uns kein äußerer Schein täuſchen ſollte uͤber die Gerechtigkeit des Himmels hier auf Erden, die, wenn ſie das aͤußere Schaugeruſt unberuͤhrt laͤßt,

in dem Inneren des trotzigen Herzens erſcheint und es

beugt und zerreißt und demuͤthigt und die fuͤrchterliche Strafe verhängt, mit laͤchelnder Miene aufrecht er⸗ halten zu muͤſſen, was, jedes Reizes entbloßt, eine leere, toͤdtende Qual geworden iſt und doch der Preis der Suͤnde war.

Die Marſchallin, die nie einem Menſchen ſeine eigene Entwicklung, ſeine eigene Anſicht geſtattet, die ihr ganzes Leben als eine Aufgabe ihres Willens gehand⸗ habt, die Menſchen, die hineinfielen, ohne jede Ruͤck⸗