beſtimmte Anſtellung, um die ich jetzt nicht bitten konnte, unter ſeinen Fahnen als Volontair den Krieg mitzumachen.“
„Den Krieg? den Krieg?“ ſtammelte Viktorine, waͤhrend Alle ihre Ueberraſchung nicht zu verhehlen vermochten.
„Erſchrecken Sie nicht, theure Viktorine!“— ſprach Leonin, nur zu ihr ſich wendend.„Es kann Ihnen nicht entgehen, daß mich ein ungewöhnliches Schickſal unerwartet und hart niedergeworfen hat. Gott mag es denen vergeben, die mich hineinſtießen gegen Pflicht und Gewiſſen! Ich kann es noch nicht — und eben ſo wenig auf dieſer Stelle Ihnen gegen⸗ uͤber aushalten, Viktorine! Laſſen Sie mich jetzt ge⸗ waͤhren. Vielleicht rettet mich Anſtrengung meiner Kräfte, Thätigkeit, Entbehrung, Mitgefuͤhl bei der
Noth des Krieges. Vielleicht komme ich Ihrer wuͤr⸗ diger zuruͤck;— jetzt iſt Ihre Nähe mir ein Vorwurf — ich vermag ſie nicht zu ertragen!“
„Genug!“ rief hier die Marſchallin mit ihrer alten Energie und außer ſich gebracht uͤber die ruͤck⸗ ſichtsloſe Sprache ihres Sohnes, die er ſelbſt gar nicht zu bemerken ſchien.„Es duͤnkt mich, Sie ſind in einer ſo maaßloſen Aufregung zu uns zuruckgekehrt, daß Sie keine Beurtheilung uͤber das Gewicht Ihrer 27*


