nem Schwiegerſohne.„Ich bin,“ ſprach er—„nach dem Empfange, den ich bei Seiner Majeſtät genoſſen, als ich ihm die Todesmeldung des Hauſes Crecy⸗Cha⸗ banne machte, faſt uͤberzeugt, daß eine beſtimmte Hoff⸗ nung auf Gnade vorhanden iſt, und, wenn Viktorine ihren Einfluß bei der guͤtigſten Koͤnigin anwendet, Ihnon, mein Herr Schwiegerſohn, der Koͤnig Ihren Platz bei ſeiner erhabenen Gemahlin zuruͤckgiebt.“
So erfuhr Leonin ſeine Abſetzung. Die Mar⸗ ſchallin goͤnnte ihm einige Alteration und beobachtete ihn ſcharf. Er erhob ſich jedoch ſogleich ruhig von ſeinen Knieen und indem er dem Herzoge ehrerbietig fur ſeinen Antheil dankte, ſetzte er hinzu:„Ich muß dieſe Abſicht bei Seiner Majeſtät indeſſen entſchieden ablehnen. Ob⸗ wohl ich meine Verweiſung vom Hofe noch nicht kannte, mufßte ich ſie erwarten; doch dachte ich bisher nicht daran und war entſchloſſen, den König um meine Demiſſion zu bitten.“
„Den Konig darum zu bitten?“ riefen der Her⸗ zog und die Marſchallin zugleich.—„Ich bin geſon⸗ nen,“ fuhr Leonin fort—„wenn ich uber meine näheren Angelegenheiten mit meiner Gemahlin die nothige Ruͤckſprache genommen und hier alle Pflichten erfullt, die meine neue Stellung mir aufnoͤthiget, mich zum Marſchalle von Louxemburg zu begeben und ohne


