Teil eines Werkes 
2. Theil (1843)
Entstehung
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Zwingen Sie mich nicht, Ihnen augenblicklich dieſe Erklärung zu geben! rief Leonin, mit einer Wild⸗ heit in Ton und Blick, die Alle erſchreckte.Ich bin bereit dazu; denn es iſt vielleicht ſo beſſer, da ich in meiner Empfindung nicht mehr zu retten bin. Aber Sie Sie, meine Mutter, Sie ſollten mich nicht dazu treiben wollen!

Die Marſchallin fuͤhlte, daß ſie zu weit gegan⸗ gen war; aber ſie hatte noch keine Beleidigung un⸗ gerugt erfahren, von ihrem Sohne ſollte ſie ſie hin⸗

nehmen, der ihr bis jetzt noch nie getrotzt? Es war

zu viel; und dennoch ſah ſie ein, ſie habe ihn ſelbſt zu der Grenze hingetrieben, von der ſie ihn hatte ab⸗ halten wollen.

Sie ſollten mindeſtens fuͤhlen, ſprach ſie, ſich mit Gewalt bezahmenddaß der Augenblick zu Ihrer leidenſchaftlichen Unhoflichkeit gegen mich ſchlecht gewaͤhlt iſt. Ich bin die Wittwe Ihres Vaters vielleicht erinnern Sie ſich, daß die Leiche dieſes in Ungnade gefallenen, beruͤhmten Mannes noch uͤber der Erde iſt und daß ich Ihre Mutter bin!

Leonin ſtand in duͤſterem Bruͤten vor dieſer kunſt⸗ vollen Rede; es blieb ungewiß, ob er ſie gehoͤrt. Da fuhlte er eine leichte Hand auf ſeiner Schulter, und eine Stimme, die ihn zu wecken und ſich zu ſammeln