Teil eines Werkes 
2. Theil (1843)
Entstehung
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ſie hatte.

ſie eine ſolche Sprache von ihm gehoͤrt! Sie war zuerſt um eine Antwort verlegen, die den ganzen tie⸗ fen Ingrimm ihres Herzens auszudruͤcken vermocht hätte. Doch uͤberhob die Herzogin ſie jeder Wahl. Auf's neue rief ſie:Kind, ich verſtehe dieſes Hin⸗ und Herreden nicht, ſagen Sie deutlich, wie es zu⸗ ſammenhing!

Entſchuldigen mich Euer Gnaden, ſprach Leo⸗ nin mit ſchonender EhrerbietungSie ſind eine zu gefuͤhlvolle Frau, eine zu gute Mutter, um nicht zu wiſſen, daß Viktorine das erſte Recht an mein Ver⸗ trauen hat, und ich es abwarten muß, ob ſie mich zur Rechenſchaft ziehen will.

Dagegen läßt ſich Nichts ſagen, erwiederte gut⸗ muͤthig lachend die alte Herzogin;das heißt: ſchweige ſtill, Du haſt Dich nicht hinein zu mengen!

Dies moͤchte indeſſen nicht der Fall fuͤr Alle ſein, ſprach die Marſchallin ſcharf. Der Koͤnig hat eine perſoͤnliche Beleidigung, fuͤr die er Ihr Betragen nothwendig halten mußte, mit der Ungnade gegen Ihre Familie beſtraft; und dieſe Familie, die waͤhrend ihrer langen Exiſtenz etwas Aehnliches nicht erfuhr, moͤchte wohl das unbeſtrittene Recht haben, einer Hand⸗ lungsweiſe nachzuftagen; die ſo beleidigende Folgen für