hier ein Lager zu vergegenwärtigen, und das Feuer fehlte auch nicht in den weiten Kaminen; denn dieſe hohen Marmor-Säaͤle, mit eiſernen und ſtählernen Ruͤſtungen bedeckt, von marmornen Heldengeſtalten un⸗ terbrochen, athmeten eine ſo erſtarrende Kälte aus, daß die Flamme in den Kaminen niemals fehlen durfte. Eben ſo war das Schlafgemach; nur kleiner, aber von jedem verweichlichenden Luxus der Zeit entfernt, mit kahlen Waͤnden, ohne Vorhaͤnge, nur mit dem eiſer⸗ nen Feldbette des Marſchalls möblirt, zu welchem die hölzernen Stühle und Tiſche, die einſt ſein Zelt bedient hatten, hinzu kamen, und mit einem uͤber dem Bette befeſtigten Buͤndel Fahnen, welche weit uͤberhangend, es zu ſchirmen ſchienen und dem Gemache das unver⸗ kennbare Anſehen eines Zeltes gaben.
Auf dieſem Ehrenbette, von harten Kiſſen geſtutzt, ruhte der Marſchall von Crecy, bloß mit einem unge⸗ heuern Reitermantel bedeckt, und horte den Geſpraͤchen zu, die der Kaplan des Hauſes mit dem Arzte des Grafen zu ſeiner Unterhaltung zu fuhren ſuchten— als die haſtigen Schritte, welche Allen vernehmbar den Vorſaal durchmaßen, ſchnell die Thuͤr des Schlafge⸗ maches erreicht hatten, und in demſelben Augenblicke der Sohn mit kaum verſtändlichen Lauten des Entzuͤckens zu den Fuͤßen des Vaters lag.
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