Teil eines Werkes 
2. Theil (1843)
Entstehung
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Auch die Augen des Marquis de Souvré folg⸗ ten dem Juͤnglinge, und gleich der unſchuldigen Louiſe, glaubte auch er ihn jetzt ſicher zu haben. Aber, wenn Beiden die Stunde der Erfuͤllung ſchlug, war doch Beider Gefuͤhl ſo ungleich, als Fluch und Segen!

Er mußte es hoͤren, wie der Eindruck dieſes fluchtigen Erſcheinens, den die Marſchallin nur in ih⸗ rer naͤchſten Umgebung zum Stillſchweigen zu verwei⸗ ſen vermochte, um ihn her eine große Bewegung er⸗ regte; und ſo ſehr er mit den Schwächen der Menge vertraut war, ſo ſehr er ihr Urtheil verachtete und genau wußte, daß unbedingtes Lob, wie es hier dem jungen Erben nachtoͤnte, nur eben in dieſem erſten, bedeutungsloſen Auftreten zu ſuchen ſei, das noch kein Intereſſe beruͤhrte oder durchſchnitt ſo reizte es ihn dennoch, ſeine ſchöne ſtolze Geſtalt, ſeine feine Hal⸗ tung bewundern zu hoͤren.

Während deſſen durcheilte Leonin mit klopfendem Herzen die prachtvollen Gemächer und lenkte ſchnell in die abfuͤhrenden, nur matt erleuchteten Corridore, die nach dem Gartenfluͤgel fuͤhrten, in welchem ſein Vater in unabänderlicher Form und Weiſe ſeine Zimmer eingerichtet hatte. Welch ein Wechſel draͤngte ſich in dieſen hohen, alten Ruͤſtkammern dem Beobachter auf! Es ſchienen nur Zelte und Wachtfeuer zu fehlen, um 2*