Teil eines Werkes 
2. Theil (1843)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

62

der gehorigen Staffage von Menſchen, Hunden und

den verſchiedenſten Thieren des Waldes fehlte.

Der Aufwand einer ſolchen Kleidung, zu wel⸗ cher noch die reichſten Aufſätze und die koſtbarſten Ge⸗ ſchmeide gehoͤrten, uͤberſtieg allen fluͤchtigen Modewech⸗ ſel ſpaͤterer Zeiten; und es fanden ſich nur wenige Damen unter dem reichſten Adel, welchen es geſtattet war, mehr wie zwei oder drei Galla⸗ Anzuͤge ihr Le⸗ benlang zu beſitzen. Doch auch in dieſer Beziehung war die Marſchallin eine von den Beguͤnſtigten, welche ihre Toilette bei jeder ſich zeigenden Veranlaſſung in eine neue Form zu bringen wußte, und zwar mit der vollkommen gleichguͤltigen Miene, welche dieſe Angele⸗ genheit bloß zu einem Geſchäfte ihrer Kammerfrauen herab wies, das ihre Beachtung wenig verdiene.

Doch ſah man bei den Feſten der Marſchallin jedenfalls ein unverkennbares Streben der erſcheinen⸗ den Damen, der Frau vom Hauſe ihr Uebergewicht beſtreiten zu wollen; und es war eine wohl aufgenom⸗ mene Artigkeit, wenn man verſicherte, daß ſich nir⸗ gends eine hohere Eleganz der Damen zeigte, als in ihren Salons.

Wir beſchränken uns jedoch auf die gegebenen

Andeutungen. Der Glanz einzelner Perſonen, das Zu⸗

ſammenwirken einer ſolchen bunten, ſtrahlenden Maſſe