Teil eines Werkes 
2. Theil (1843)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

10

kommen zufrieden mit der ſechzehnjährigen Tochter, daß ſie der Aebtiſſin ihre Abſicht ausſprach, die Er⸗ ziehung der jungen Koſtgaͤngerin vollendet zu erklaͤren, und Mademoiſelle Louiſe begleitete ihre Mutter nach Paris zuruͤck.

Mit eben ſo ſicherer Hand ward hier die Prä⸗ ſentation des jungen Fraͤuleins bei der koͤniglichen Fa⸗ milie bewirkt; und jetzt war Mademoiſelle Louiſe ein Mittelpunkt, um den ſich der geſellige Glanz des Hau⸗ ſes Crecy⸗Chabanne ſammeln konnte Grund genug, das Intereſſe und die Gedanken der Marſchallin in den Zerſtreuungen von ihrem Sohne abgezogen erſchei⸗ nen zu laſſen.

Sie hatte genau ſeine Ankunft berechnet. Denn daß ſich die Geſinnungen des Sohnes nicht verlaͤug⸗ nen wuͤrden, deſſen war ſie gewiß; und wenn ſie auch nicht ahnte, durch welche Ueberredung er ſo ſchnell herbei gefuͤhrt wurde, ſo war ſie doch außer Zweifel, er muͤſſe kommen, und ein Feſt muͤſſe ihn empfan⸗ gen. Darauf waren alle folgenden Tage angewieſen; und das Befinden des Marſchalls legte ihr kein Ge⸗ bot des Anſtandes mehr in den Weg.

So empfing ſie heute die vornehme Welt von Paris, um die Gluͤckwünſche anzunehmen, die ihr uͤber die Präſentation ihrer Tochter bei Hofe zukamen.