Teil eines Werkes 
2. Theil (1843)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

6

bel ſchimmernden Rieſenbilder. Es war ihm, als wuͤrde er ſich ſeiner ſelbſt erſt bewußt, als waͤre Alles, was er erlebt, bloß darum erlebt, um es hier durchzufuͤh⸗ len, an dieſer Stelle ihn zu dem zu erheben, was er in unbeſtimmten Umriſſen kreiſen gefuhlt hatte von Ju⸗ gend auf; und als ob ſie die erſte und unabweis⸗ liche Autorität waͤren, die ihn zur Rechenſchaft ziehen könnte, ſo bang bewegt ward ſein Herz, obwohl ſie ihm zugleich eine Verheißung von verſohnender Liebe, ein Verſtaͤndniß mit ihm und allen ſeinen Zuſtaͤnden erſchie⸗ nen, wie jedes andere Gefuͤhl dagegen zu einem fremden und oberflächlichen ward. Es ſind auch gerade dieſe, an unſer fruͤheſtes, harmloſeſtes Bewußtſein geknupften ju⸗ gendlichen Erinnerungen, welche den unaus ſprechlichen Zauber weben, von dem wir uns beim Wiederſehn des Vaterlandes ergriffen fuͤhlen. Es iſt die Hoffnung, verſtanden zu werden; dieſe ſtete Sehnſucht des ſtre⸗ benden Herzens, die uns ſo leicht zu erfuͤllen ſcheint, den langvertrauten Gegenſtanden gegenuͤber, und uns jedes erfahrene Mißverſtändniß vergeſſen laͤßt, uns nur an das erinnernd, was wir dort empfingen; ſo viel in dieſer erſten Jugendzeit, daß es jeden neuen Ge⸗ winn zu ſichern ſcheint!

Und jetzt umſchloſſen ihn ſchon die engen, ge⸗ rauſchvollen Straßen von Paris und je näher er