Teil eines Werkes 
1. Theil (1843)
Entstehung
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und als der erſte Dolchſtoß ihn traf und der tödtliche Schmerz des Giftes ihn zugleich zerriß, ſtürzte er in das Schlafzimmer der Königin zurück, von ſeinem Mörder verfolgt und ſchrecklich hier das Geſchlecht Beider verfluchend, ſchleuderte er der Königin den Be⸗ cher an den Kopf, daß er weit hin zur Erde rollte dann verſchied er auf ihrem Bette, Bäche von Blut vergießend, ſo daß die Frau Königin, von ſeinen Flü⸗ chen verfolgt, aus dieſem Bette nicht entfliehen konnte, ohne bis an die Knöchel in Blut zu waten. Da reiſte ſie zur ſelben Stunde aus dem Schloſſe, und Alles, wie von Geiſtern gejagt, hinter ihr her, und nie betrat ſie es wieder, Niemand durfte je ſeinen Namen vor ihr nennen. Den Becher aber rührte Keiner wieder an es war der Königin Lieblings⸗ becher, darum verfluchte der Herr Marquis Jeden, der daran die Lippen ſetzen würde.

Der Graf hörte mit tiefem Schuuer die ſchnelle Mittheilung des Greiſes und ſah ſich haſtig nach ſei⸗ nem jungen Weibe um, das zuerſt den ſchrecklichen Bann überſchritten hatte.

Sie lehnte ſich bleich und ſ gegen das Bett der Königin, und als Leonin zu ihr eilte und ſie liebevoll in ſeine Arme ſchloß, erleichterte ſie ein Strom von Thränen.