Teil eines Werkes 
1. Theil (1843)
Entstehung
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beleidigten jungen Herrn zu beſtehen, und beſchämt beugte der alte Mann ſein Knie vor ſeiner jungen Gebieterin und flehte um ihre Verzeihung.Ich habe mich ſchwer vergangen, Euer Gnaden, aber viel⸗ leicht vergebt Ihr mir um der Veranlaſſung willen. Sehen Euer Gnaden den trüben Grund des Be⸗ chers? Als er zuletzt gefüllt ward, iſt Gottes herr⸗ liche Gabe zum Frevel benutzt worden, und der helle Wein der Bourgogne ward mit Tropfen tödtlichen Giftes gemiſcht niemals hat ihn ſeitdem das hei⸗ lige Waſſer geſpült, und er iſt erblindet, wie Ihr ihn hier ſehet.

Schaudernd wendete ſich Fennimor ab, und St. Albans winkte den Grafen bei Seite, und ſetzte ſchnell und ängſtlich hinzu:Der Herr Marquis Spinola folgte hieher ſeiner Geliebten, der Frau Königin Ka⸗ tharina aber ſie hatte Neigung, ihn los zu wer⸗ den, und es fand ſich dazu ein Großer ihres Hofes, den ſie bevorzugte. Obwohl nun der Dolch in ſeinem Schlafgemache auf ihn harrte, ſo fürchtete Katharina doch den Wiederſtand des muthigen Marquis; als er ſie am Abend verließ, reichte ſie ihm ſelbſt dieſen Be⸗ cher, deſſen ſchnelle Wirkung ſie noch an der plötzlich gebrochenen Kraft des Unglücklichen beobachtete, und entließ ihn dann. Aber er ahnete das Geſchehene,