ſichtigen hellgrünen Blättchen ſchon eine feine Schat⸗ tenlinie auf die dazwiſchen durchblickenden Wieſen und Raſenplätze, die vom Schloſſe aus durch jene phanta⸗ ſtiſch geſchnittenen Hecken unterbrochen waren, welche die Architektur fortzupflanzen trachten, den wirklichen Geſtaltungen der Natur entgegen tretend.
Das alte Herrenhaus von Ardoiſe lehnte ſeinen Rücken gegen die wildreichen Wälder dieſer ſchönen
Beſitzungen, und trennte und ſchützte es gegen die an
ſeinen Grenzen hinlaufende Landſtraße. Es hatte daher
den doppelten Vorzug einer ungeſtörten Einſamkeit
und einer leicht zu unterhaltenden Kommunikation mit den naheliegenden Ortſchaften und Nachbargütern. Die Gräfin d'Aubaine wußte jetzt beide Vorzüge wohl zu ſchätzen, wenn in früheren Jahren eine be⸗ ſtimmte Richtung ihres Innern ihr den erſteren als den vorherrſchendſten bei der Wahl ihres Aufenthaltes hatte erſcheinen laſſen. Bis zum Tode ihrer Aeltern hatte ſie abwechſelnd hier und auf deren Stamm⸗ Schloſſe Mont Réal gelebt. Dies war ihrem Bru⸗ der zugefallen, und nachdem ſich auch ihre jüngſte Schweſter, die Mutter der Marquiſe d'Anville, an den Grafen Maurepas vermählt hatte und deſſen Güter bewohnte, zog die Gräfin Franciska vor, in Ardoiſe ihren Wohnſitz zu nehmen.


