Teil eines Werkes 
1. Theil (1843)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

7

Aha! fiel die Marquiſe einfür lange beſtätigt; das heißt ſo viel, als: wir haben uns auf lange Zeit von der eigenen Verwaltung losge⸗ macht und ſind nicht geſonnen, den alten Ahnenbil⸗ dern und den Schäferſpielen der Gobelin⸗Tapeten auf dem alten Schloſſe Geſellſchaft zu leiſten.

Leonce lachte.Es iſt wahr, ſchöne Spötterin, ich muthete mir eine Einſamkeit in ſo großartiger, aber den⸗ noch melankoliſcher Umgebung nicht zu ich bin noch zu jung, ſie ſuchen zu dürfen, ich muß ſie ſogar fürch⸗ ten, da ich ihren Zauber nicht lange genießen dürfte, ohne ihm zu unterliegen. Dagegen hilft nur ein ſehr muthiges Erfaſſen des Lebens ich denke Dienſte zu nehmen, oder noch eine weitere längere Reiſe zu machen vielleicht, ſetzte er hinzu,nach England.

Nun, dazu gebe ich nimmermehr meine Erlaub⸗ niß! rief die junge Marquiſe.Nach England wollt Ihr? wo die Sonne nie klar, voll und warm Euch beſcheint, wo die Stürme des Meeres Euer Ge⸗ hirn austrocknen, und Eure Empfindungen zum Schwei⸗ gen verdammt ſind vor dem melankoliſchen Geſpräch der Wellen. Niemals, rief ſie mit komiſchem Pa⸗ thos,gebe ich dazu meine Erlaubniß, und dieſe müßt

Ihr doch wohl haben, da ich das einzige weibliche Haupt dieſer, Eurer Familie bin?

Ste Roche I. 2