————
7 5
mich an ihre Schweſtern in der Provence, an die knospenden Buchengänge von Arconville.“
„Geliebtes Weſen!“ rief ihr Gemahl—„s liegt zwiſchen der ſchönen Wiege unſerer erſten glück⸗ lichen Tage ein weit abführender Weg, der hier aus dieſem Aktenwuſte unabweisbar ſich entwickelt. Mah⸗ nung an den Frühling kömmt mir aber zur rechten Zeit; er giebt mir Muth, Dir eine Reiſe vorzuſchla⸗ gen, die Dich ſchon jetzt den Freuden des glänzenden Hoflebens entführen wird.“
„Wie!“ rief die junge Frau—„verſtehe ich Sie recht, Herr Marquis? Sie ſchlagen mir vor, den Hof immitten ſeiner größten Freuden zu verlaſſen? Haben Sie die Liſte überſehen, die man geſtern in den Zimmern der Königin herumzeigte, die uns we⸗ nigſtens noch zwölf Bälle, ein Carouſſel und einen Maskenſcherz von einigen Tagen verſpricht? Haben Sie die prachtvollen Roben und Ballkleider vergeſſen, mit welchen Sie Ihre Gemahlin beſchenkt, und die noch nicht zur Hälfte den Neid meiner ſchönen Riva⸗ linnen erregt haben? Wollen Sie, daß die Juwelen, um deren Beſitz Sie die alte und neue Welt geplün⸗ dert, die Perlen, nach denen die Wellen des Meeres noch jetzt ſeufzend am Strande niederſtürzen— wollen Sie, daß dieß Alles umſonſt für den erſten Debüt


