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„Ja, ja! Papa, ich komme ſchon!“ rief Floris— kuͤßte noch einmal die Mutter und war in zwei Spruͤn⸗ gen hinuber uͤber den Hof, um vor Nees ſtehen zu blei⸗ ben. Hier zog ſie ihre zierlichen kleinen Muͤckenfuße aus den bunten Pantöffelchen und huſchte in zwei kleine ſchwarze hinein, die vor Nees ſtanden; dieſer nahm aber die goldgeſtickten vom Boden, beſah ſie genau, ob etwas daran verdorben war, wiſchte ſie ſorgſam mit dem Schnupftuche ab und ſteckte ſie in ſeine weiten Hoſen⸗ taſchen.
„Nicht wahr, Papa, es iſt Alles heil dran?“ ſagte Floris, die voll gleicher Sorgfalt mit ihren Augen der Be⸗ ſichtigung ihrer Lieblinge gefolgt war—„und morgen giebſt du ſie mir wieder, wenn ich tanze und Caas ſpielt?“
„Oho,“ ſagte Nees, als ob er ſich weigern wuͤrde, „alle Tage, das wäre mir was— da ſollten ſie wohl halten— was denkſt du, kleine Närrin?“
„Nun,“ ſagte das verzogene Kind—„ſind ſie ent⸗ zwei, ſo gehſt du mit mir an die große Marktlade auf dem Damrack, wo die Vornehmen kaufen, da ſind neue und was fuͤr ſchoͤne!“
„Iſt das Ding behert?“ rief Nees halb erſchrocken, halb entzuckt; denn wenn ſie mit ihm ſprach, wußte er ſich oft nicht zu haben, weil er vor Wonne zerſpringen wollte— und ſie ihn doch oft ins Herz ſeiner innerſten
Jakob v. d. Nees. UI. 2


