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Urica's Willen unbeſiegt ließ, dauerte nicht ſo lange, um Beide zu ermuͤden, ſondern in voller Kraft und Macht⸗ vollkommenheit gaben und nahmen Beide von einander die heiligen Gaben ihrer edlen und innigen Liebe.
Montroſe begab ſich ſodann nach einem, auf ſeinen Befehl ſchnell zugerichteten Bankett in die untern Saͤle des Schloſſes, wo er ſich, weniger ſtreng aufgeregt, die enthuſiaſtiſchen Liebesbeweiſe ſeiner Officiere gefallen ließ und indem er auch hier den Genuͤſſen der Tafel das Maaß zu halten wußte, benutzte er dieſe Gelegenheit, um ſie in der Geſammtheit anzureden und von ihnen einen unverbruͤchlichen, unwandelbaren Gehorſam gegen ſeine Befehle zu verlangen und ihnen mit erſchuͤtternden Worten ihre Fehler vorzuhalten.— Dann belebte er ihr gedemuͤthigtes Gefuͤhl wieder durch ein ſchönes, warm und offen ausgeſprochenes Vertrauen zu ihren neuen Dienſten, und als er ſie endlich entließ, ſandte er dieſe auf Leben und Tod ihm ergebenen Anhaͤnger, gleich feurigen Kometen in allen Richtungen fort, deren raſtloſen Lauf keine Macht aufzuhalten vermocht hätte.
Als Montroſe am Abend zu Urica zuruͤckkehrte, fand er einen ruͤhrenden Schatten von Wehmuth auf ihrem lieblichen Geſicht, und ſie nahm mit einigen Thraͤnen, die ſie bei ſeiner Anfrage auf's Neue vergoß, einen


