Zimmer, um ſie der Magie der Erinnerung zu entzie⸗ hen, und bald erſchienen die Herrn wieder, um Urica ihre Zimmer zu zeigen, welche ſie nicht von ihrem Ge⸗ mahl trennten und doch die nöthige Bequemlichkeit fur ihre Bedienung zuließen.
Es begann nun fuͤr Beide ein wunderbar ſeliges Leben, ein Gluck, wie es nur die monarchiſche Gewalt der Liebe zu geben vermag, ein Gluͤck, was völlig iſo⸗ lirt, was nichts nothig hat, als ſich ſelbſt, und ihm jede Berechtigung zugeſteht.
Montroſe war von der Wichtigkeit ſeines jetzigen Gluͤckes ſo uͤberzeugt, daß, wenn er zu einer Betrach⸗ tung daruͤber kam, er oft mit dem kuhnen Uebermuth ſeiner Gefuͤhle ausrief:„Urica, giebt es einen ſeelige⸗ ren Aufenthalt fuͤr gluͤcklich Liebende, als ein Staats⸗ gefaͤngniß, was die ganze Welt abhält mit ihren läſti⸗ gen Störungen— was dieſe gluͤckliche Unthaͤtigkeit noͤthig macht, die den Geliebten alle Rechte an Zeit und Gedanken gönnt?“
„Montroſe,“ ſagte Urica—„du biſt in Allem ganz! Auch die ſchöne Unvernunft der Liebe empfin⸗ deſt du vollſtändig, und darum ſo rein ihr hingegeben, weil du dich ſo wohlbegruͤndet fuͤhlſt in deiner ganzen Natur, daß du auch unſerem jetzigen Gluck ohne Scheu allen Einfluß uͤber dich zu geſtatten den Muth haſt.


