Teil eines Werkes 
2. Theil (1844) Urica
Entstehung
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ſegnet fuͤr jedes Verhängniß der Zukunft, und ſie fuͤhlten in dieſer ſeligen Stunde nichts, als daß in der Fähigkeit ſich zu lieben, die Ausgleichung aller aͤußeren Zuſtaͤnde liegt.

Dann zog Montroſe ſie vor das Bild Maria's hin und Beide betrachteten es lange mit tiefer Wehmuth, und indem ſie ſich in pſychologiſche Abwaͤgungen ein⸗ ließen, kamen ſie zu dem Schluſſe, daß Maria Stuart nie die Liebe habe kennen lernen, daß ſie danach ge⸗ ſucht habe mit dem gluͤhendſten Beduͤrfniß, mit der Ge⸗ wißheit in ihr die Vollendung des Lebens zu finden, aber daß ſie keinem der Männer, von denen ſie, ſo unvollkom⸗ men wie ſie ihrer Natur nach waren, geliebt wurde, dies Gefuͤhl anders, als mit der Taͤuſchung, die ſie ſich ſelbſt gewebt, erwidert habe, daß ſie darum ſo untreu erſchie⸗ nen ſei, weil ſie mit der Klarheit ihres Geiſtes die Tau⸗ ſchung uͤber das erbaͤrmliche Individuum nicht feſtzu⸗ halten vermocht und ſich dann der Verrath, den ſie an ſich begangen habe, mit Haß gegen das in ihre Verſchul— dung verflochtene Individuum gewendet, und ihr die dä⸗ moniſche Wildheit einer raͤchenden Nemeſis gegeben habe.

Dabei ſtanden dieſe beiden gluͤcklich Liebenden, die ihr aus der eigenen beſeligenden Erfahrung das Schick⸗ ſal ihres mißverſtandenen Herzens erklären wollten, vor ihr, und es war ihnen, als ob in den ſchwermuͤthigen