Teil eines Werkes 
2. Theil (1844) Urica
Entstehung
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Urica, wenn ihre Naͤhe dies Gefängniß erweitern und ſeine Zuſtände erleichtern kann, dann verſprich mir, daß du mich von nun an nie mehr von dir trennen willſt, daß ich dich begleiten ſoll, unter welcher Geſtalt und zu welchen Forderungen es ſein moge.“

„Urica,“ ſagte Montroſe unſicher und druckte ſein Geſicht in ihre Hand—„vielleicht uͤberſiehſt du meine Verhaͤltniſſe noch nicht genauz laſſ' mir Zeit zu einer Antwort, von der ſo viel abhaͤngt—“

„Nein, nein!“ rief Urica mit einem ſchönen Ungeſtum —„nein, Montroſe! die Umſtaͤnde haben kein Recht uͤber den freien Entſchluß unſerer Herzen, von denen allein die Beantwortung der Frage abhängt. O, ehre mich, indem du einwilligſt— mache mich ſtolz, indem du mir mehr wie Andern vertrauſt— ſtähle meine Kraft, indem du ihr zutrauſt, daß ſie die Probe aushalten wird! O, Montroſe, liebe mich ſo, daß du nicht meine weiblichen Schwachen dazu nöthig haſt— theile mit mir wie ein Freund, wie ein Kamerad dein ganzes Leben— ach! was ſuche ich nach Bezeichnungen, theile es mit mir als das, was ich bin, worin alle andern Rechte eingeſchloſſen ſind, als dein Weib.“

Urica widerſtand nicht, als Montroſe ſie nach dieſen Worten mit Entzuͤcken an ſeine Bruſt zog— er ſprach nicht— aber Beide waren nun aufs Neue einge⸗