Teil eines Werkes 
2. Theil (1844) Urica
Entstehung
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bis gegen die Thuͤren, welche nach dem ſchattigen Garten⸗ platz fuͤhrten, durchſchritten hatte. Hier hielt er ſie auf; er wußte, es wuͤrde ihr das Herz erquicken, wenn ſie den gruͤnen Schatten der duftigen Linden, den herrlichen Blick dahinter in die weite Ferne ſehen werde; aber ſie ſtanden zugleich in einer Linie mit dem ſeitwärts von ihnen haͤngenden Bilde der Koͤnigin Maria, und er wuͤnſchte ſein ſchoͤnes, junges Weib in die Reihe zu ſtellen mit dieſer maͤchtigen Helena!

Urica folgte ſeiner liebevollen Abſicht und ihr thrä⸗ nenſchweres Auge haftete erquickt an dem erquickenden Tableau, was in dem Thuͤrrahmen vor ihr lag.„Ich verſtehe dich, theurer Montroſe,“ ſagte ſie mit ſanftem Lächeln

„Iſt das ein Gefaͤngniß?“ ſagte Montroſe und beugte das Knie, indem er innig zu ihr aufſah—„wo Urica erſcheint, wo ich ſie willkommen heißen kann unter dem Schatten gruͤner Baume?“

„Montroſe,“ ſagte Urica—„vergieb mir meine Weichheit, von der ich gegen meinen Willen uͤberraſcht wurde— ich will dich durch Erwähnung der heimlichen Vorwuͤrfe, die ich mir mache, nicht ermuͤden, denn du wuͤrdeſt bemuͤht ſein, ſie mir auszureden, und das Eine wie das Andere nimmt die Folgen nicht zuruͤck, die uͤber dich gekommen ſind— aber, wenn der Anblick deiner