Teil eines Werkes 
2. Theil (1844) Urica
Entstehung
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So habt ihr eure Treue hewahrt, fuhr ihr Rich⸗ ter fortſo habt ihr dem Vertrauen Wort gehalten, was in euch geſetzt wurde ſo habt ihr mich der ſich fuͤr euch verbuͤrgte, zum Luͤgner gemacht, mich zum Zeugen gerufen, zum Zuſchauer eurer Niederlage und während ihr den kuͤnſtlichen Worten eines Marſee⸗ ven horcht habt ihr dies Herz in Schmerz und bitte⸗ rer Reue und Selbſtanklagen ſich zerreißen laſſen, da in der geheiligten Beichttochter, in der geſegneten Königin eines neuen engliſchen Reiches das ſchwache Weib die Oberhand gewann und, die Beute weniger Stunden, den heiligen Bau langer, weiſer Berechnung mit Fuͤßen trat!

Schweigt, ſchweigt! wenn ihr wollt, daß ich den Verſtand nicht verlieren ſoll! rief die Königin und ſtreckte ihre Ml nen zu ihm aufich habe keine Kraft mehr, Recht von Unrecht zu unterſcheiden ſchont mich!

Aber Alvari wußte, daß er ſchon gewonnen hatte. Er ſchonte ſie nicht, aber er lenkte den ermuͤdeten Geiſt wie ein wehrloſes Kind in die alte Bahn der Gedanken zuruck, die beruhigten, da ſie hier auf keinen Widerſpru trafen und als er ſie endlich verließ, hatte er ſie Reue und Vorwuͤrfe uͤber die vorangegangenen Zuſtände zu einer erhoͤhten Hingebung gebracht, zu einer blinden