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Zwar hatten ein paar drohende Blitze aus den duͤ⸗ ſteren Augen Alvari's ſeine Stimmung bezeichnet— aber keine Miene ſetzte die Bewegung in ſeinem ſteiner⸗ nen Geſicht fort, und als die Koͤnigin ſchwieg, ſagte er mit der ruͤckſichtsloſen Haͤrte des allmaͤchtigen Beichtvaters:
„Darf eine Koͤnigin ein ſo ſchwaches, gebrechliches Weib ſein, daß ſie in jeder neuen Hand ein neues Spiel⸗
werk wird? Iſt das Henriette von Frankrei meine erhabene Koͤnigin, oder iſt es ein eitles, ſuͤchtiges Weib, welches mit den Buͤrgern von A dam ko⸗
kettirte und ſie durch ihr Lächeln aus ihrer Natur her⸗ aus zu locken hoffte? Dieſe Krämer verſtehen aber nicht, womit eine Königin hätte erroͤthen ſollen, ver⸗ ſchwenderiſch zu ſein— länger als achtzig Jahr iſt die heiligende Ehrfurcht vor einem gekroͤnten Haupte aus ihren Herzen verſchwunden— von ſeiner ſiegenden, ihm inne wohnenden Gewalt ahnen ſie nichts mehr— ihnen fehlt ſeit lange ſchon die Fähigkeit, ſie aufzufaſſen. Kraͤmer habt ihr zu Rath gezogen, einen Kraͤmerrath habt ihr empfangen und kleinlich iſt eure Seele davon beſchraͤnkt worden— und wankelmuͤthig habt ihr euren großen Beruf, eure edlen Entſchluͤſſe, eure Weltan⸗ ſchauungen eingetauſcht gegen die kleinen Aengſte eines bankerotten Kaufmanns.“ „Warum,“ fuhr er gebietend fort, als ihn die Kö⸗


