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Als die Königin aus ihren Krämpfen zu ſich kam, blieb ihr doch die fuͤrchterliche Unruhe uͤbrig, die es ihr unmöglich machte, zu Bett zu gehn. Sie wanderte auf und nieder und einzelne Ausrufungen verriethen den traurigen Gang ihrer Gedanken.— Sie hatte ſchon lange einen Beobachter, den ein geraͤuſchloſer Vorhang zu ihrem Gefaͤhrten gemacht, ohne daß ſie ihn gehoͤrt. „O!“ rief ſie jetzt—„wenn das alles Luͤge war, was ich bis jetzt fuͤr Wahrheit hielt— dann iſt unſer Schick⸗ uflich— dann“—
„Was!“ rief eine harte Stimme und die duͤſtere Geſtalt Alvari's vertrat ihr den Weg—
Die Koͤnigin ſchauderte zuſammen— aber von einer mächtigen Empfindung getrieben, ergriff ſie zurnend den Arm des Prieſters, und mit einer Energie, die ihr Herz erleichterte, rief ſie:„Dann war mein Gemahl und ich von kurzſichtigen Betruͤgern umgeben, die ihn uͤber die wahren Erfolge ſeiner Schritte taͤuſchten— und unter den heuchleriſchen Motiven, die wahre Kirche Chriſti auf Erden zu verbreiten, ihre eignen, ehrgeizigen Plaͤne oder ihren bornirten kirchlichen Eifer verbargen— und einem Foͤnige die Liebe und das Vertrauen ſeines Volkes ent⸗ riſſen, ohne ihn gegen die Folgen ſchutzen zu können, wenn dieſe, als entfeſſelte Maſſen, ſich uber ihn ſturzen, um ihn zu vernichten.“


