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nicht meine alte Kraft— meine Ueberlegung iſt unklar — morgen wird mir beſſer ſein und wir verlaſſen ja erſt gegen Abend die Stadt.“
„Und jetzt,“ ſagte Argyle leiſe—„werden wir vielleicht ſchon Beide auf dem Banket vermißt werden!“
Urica ſchreckte zuſammen und ſchneller und haſtiger, als ihre Gefuͤhle es noch einen Augenblick fruͤher zuge⸗ laſſen, trennte ſie ſich von ihren ungluͤcklichen Verwand⸗ ten und eilte mit Argyle dem Orte entgegen, deſſen tu⸗ multuariſches Gepränge mehr wie je ihren Gefuͤhlen widerſtrebte.
Die Koͤnigin, welche um Urica's Schritte wußte und ſehr wohl bemerkt hatte, daß deren Entfernung bemerkt ward, hatte der Gräfin Comenes durch Frau von Mar⸗ ſeeven den Rath geben laſſen, gleichfalls zu verſchwin⸗ den, und Flavia hatte es durch ihren Gemahl einrichten können, daß ſie in einem Verſteck wartete, wo Urica vor⸗ uͤber mußte und ein zweiter Page der Frau von Mar⸗ ſeeven den, der die nächtlichen Wanderer gefuͤhrt hatte, anhalten konnte. Alles gelang ſehr gut, und ſo trat jetzt Urica an der Seite der Graͤfin Comenes in den Saal, zwar vom Herzog von Argyle begleitet, doch ſo, daß er, in officieller Ruhe vor ihr hergehend, die Straße öffnete bis zum Sitz der Königin, der ſie, der Verabredung gemäß, mit tiefer Verbeugung auf ihrem
Jakob v. d. Nees. Il. 2


